Solidarität mit den Streikenden
13.11.09
Nach Beginn der massiven Proteste in Österreich setzte sich die
Welle der Universitätsbesetzungen auch in Deutschland fort – in 22
Universitäten sind bereits zentrale Hörsäle besetzt. In Bayern sind
das Würzburg, Coburg und München. Neben der Akademie der freien
Künste ist in München Mittwochabend die größte bayerische
Universität, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) besetzt
worden. Die Linksjugend [`solid] Bayern unterstützt aktiv die
Proteste der Studierenden für bessere Bildung und Reformen der
Bachelor- und Masterstudiengänge.
Die Studierenden haben die Versprechen der Bildungsministerin
Schavan auf Korrekturen der Hochschulreformen zu Recht nicht
vergessen. Was der Koalitionsvertrag nun aber bringe, seien elitäre
Studienförderung verbunden mit dem Ende des BAföG, staatliches
gefördertes Bildungssparen à la Riester und alles in allem eine
Verschärfung der sozialen Spaltung beim Bildungszugang. Auch der
radikale Umbau von Bologna bleibe aus, so die Linksjugend [`solid]
Bayern.
Es sei wichtig zu zeigen, dass die Kritik weiterhin bestehen bleibe.
"Die Bundesregierung kann sich auf einen heißen Herbst einstellen,
denn die Bildungsmisere ist ein gesamtgesellschaftlicher Konflikt
und die Proteste dagegen werden sich zuspitzen“, so Ramona Tax,
jugendpolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE Bayern und
Sprecherin der Linksjugend [`solid] Bayern. Ein freier
Bildungszugang, selbstbestimmtes Lernen, eine grundlegende
Demokratisierung sowie die Umkehr der Ökonomisierung der
Bildungseinrichtungen seien gefordert. Am 17. November ruft die
Linksjugend [`solid] gemeinsam mit dem Bildungsstreikbündnis zu
internationalen Demonstrationen auf.
